Rund um den Essig

Einleitung
Sauer macht lustig
Essig für die Gesundheit
Was ist Essig?
Geschichtlicher Abriss
Essig - der supersaure Kick
Wenn der Wein sauer wird
Wie entsteht Essig?
Die Essigmutter, ein Heer fleißiger Kleinstlebewesen
Essig - ein kleiner Überblick
Das kleine Essig 1 x 1
Apfelessig - selbstgemacht
Ansatzessige mit Früchten, Kräutern und Gewürzen
Rezepte für Ansatzessige
Aromaessige mit Fruchtsirupe
Saure Tipps mit Essig
Salatdressing
Praktische Tipps für den Haushalt rund um den Essig
Lexikon - Essig
 

Essigsorten - ein kleiner Überblick 

"Essig gehört in die Hand eines Weisen"
(altes italienisches Sprichwort)
Essig ist neben Salz das älteste Würzmittel.

Vor nicht allzu langer Zeit fand das Standardsortiment an Essig im Supermarkt noch Platz in der kleinsten Ecke. Allerdings hat sich im Zuge der gestiegenen Aufmerksamkeit für die verschiedensten Öle auch der Essig allmählich mehr Raum erobert. Es lohnt sich allerdings, den Essig im Supermarkt auch mal links liegen zu lassen und in speziellen Essig- und Öl-Geschäften auf Essig-Entdeckungsreise zu gehen. Da können Sie sich überraschen lassen, was es an Essigsorten alles gibt, z.B. Feigenessig, vergoren aus reinen Feigen oder besondere Rebsortenessige bis hin zu Essigen, die als Aperitif getrunken werden. 
Leider können wir nicht alles an Essigsorten beschreiben, deshalb nur einmal ein Überblick über die gängigsten Essigsorten im Handel, die sich als Basisessige zur Herstellung eigener Aromakreationen mit Früchten, Kräutern und Gewürzen eignen. 

Neben der traditionelle Essigherstellung findet auch noch die synthetische Herstellung statt. Zwischen beiden Extremen liegen auch in geschmacklicher Hinsicht Welten. Wie bei allen Lebensmitteln hängt der Wert des fertigen Essigs vor allem von der Qualität der verwendeten Rohstoffe ab.


Synthetisch gewonnener Essig enthält neben der Essigsäure keinerlei Inhaltsstoffe und schmeckt daher einfach nur sauer. Anders ist das bei einem Essig, der durch natürliche Gärung gewonnen wird. Hier entscheidet vor allem der Ausgangsstoff, der sich auch im fertigen Essig wiederfindet.
Gärungsessig:
Enthält man durch alkoholische Flüssigkeiten, die durch Essigbakterien zu Essig vergoren werden.
Säureessig
Die Essigsäure wird synthetisch oder durch Destillation von Holz gewonnen. Man enthält hochprozentige Essigsäure. Diese wird durch Verdünnung mit Trinkwasser auf einen Essigsäuregehalt von weniger als 15,5% gebracht.
Essigessenz
Enthält mehr als 15% Essigsäure. Darf nur mit der Aufschrift " Vorsicht, ätzend, unverdünnt genossen lebensgefährlich" in den Handel kommen.

handelsübliche Essigsorten:

Obstessig 
Er kann prinzipiell aus allen Obstweinen hergestellt werden. Der gängigste Obstessig ist allerdings fast immer ein Birnen-, Most- oder Apfelessig. Wegen des guten Geschmacks dieser Obstessigsorten und der vergleichsweise preiswerten Herstellung sind andere Früchte hier kaum vertreten. Die übrigen Fruchtessige sind fast immer Essige mit Fruchtextraktzusätzen. Da der Alkoholgehalt im Obstwein etwas geringer ist als im Traubenwein, enthält auch der Obstessig meist weniger Säure, nämlich 5 %. Wegen der vielen positiven Wirkungen, die dem Apfelessig zugeschrieben werden, gibt es zur Zeit einen regelrechten Boom auf 

Apfelessig: 
Wird aus Apfelwein hergestellt und schmeckt fruchtig, mild. Wird für Gemüse, Fisch-, Geflügel- oder Fleischgerichten, Salaten, zum Marinieren, zu Saucen und Suppen verwendet.

Branntweinessig
Er wird aus verdünntem Branntwein hergestellt, der aus landwirtschaftlichen Produkten wie Zuckerrübenmelasse, Getreide oder Kartoffeln destilliert wird. Das Alkohol-Wasser-Gemisch wird vergoren und kommt direkt oder nach einer kurzen Reifezeit als Tafel- bzw. Speiseessig mit einem Säuregehalt von 5 % in den Handel. Da er neutral sauer schmeckt, wird ihm fehlendes Aroma häufig nachträglich zugesetzt. Seine typische Verwendung findet er als Einlegeessig in der weiterverarbeitenden Industrie. 

Echter Weinessig 
Er entsteht ausschließlich aus Traubenwein und unterliegt nicht der Verordnung über Essig, sondern den weinrechtlichen Bestimmungen. Der Essigsäuregehalt liegt in der Regel bei 6%. Weißweinessig ist die etwas mildere Variante, während Essig aus Rotwein, bedingt durch höhere Gerbstoffgehalte, meist kräftiger schmeckt. Neben der Farbe spielt die Qualität des Weines eine entscheidende Rolle. Das Aroma guter Weine überträgt sich schließlich auch auf den Essig. Und dieses Prinzip gilt generell für die Essigherstellung: Je edler das Ausgangsprodukt, umso feiner ist auch der gewonnene Essig.

Aceto Balsamico: 
Weinessig aus gekochtem Most süßer, weißer italienischer Trauben, in Holzfässern gelagert; unnachahmliches Aroma, dunkle Farbe
Der Aceto Balsamico di Modena muss jahrelang im Holzfass reifen. Die teuerste Balsamico - Spezialität, der so genannte "Tradizionale", muss sogar mindestens zwölf Jahre lagern. Dieser Essig sollte sparsam verwendet werden und passt z.B. zu Carpaccio, Tomaten mit Mozzarella.

Sherryessig: 
Aus Spanien, durch Vergärung von Sherry gewonnen; rotbraune Farbe. Wird wie Weinessig verwendet.

Tafelessig: 
Verschnitt aus Säure- und Gärungsessig. Wird wie Weinessig verwendet.

Aromatisierter Essig: 
Weinessig, mit Estragon, Knoblauch, Himbeeren, Erdbeeren, Kräutern etc. aromatisiert. Zum Würzen, zum Marinieren von kalten Speisen und für Dressings. Aromatisierter Essig lässt sich auf einfachen Weg auch selber herstellen. Hier klicken